Frauenheilkunde in der Traditionellen Chinesischen Medizin


In der Geschichte der Chinesischen Medizin nimmt die Frauenheilkunde einen besonderen Platz ein. Sie ist einer der ältesten Fachbereiche dieser Medizin.

 

Die frühesten Aufzeichnungen stammen aus dem Jahre 1600- 1000 v. Chr. Es handelt sich um ausgegrabene Knochen und Schildkrötenpanzer, welche damals zu Weissagung benutzt wurden. Thematisch wurden hier geburtshilfliche Fragen erörtert und besprochen.

Ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt findet sich in dem Grundlagenwerk der Chinesischen Medizin, dem Huangdi Neijing. Im Kapitel „Unbefangene Fragen“ wird hier erstmals die weibliche Anatomie und Physiologie beschrieben. Wohlgemerkt, der Text ist inzwischen zweitausend Jahre alt.


Von damals bis heute hat sich die Chinesische Medizin natürlich weiterentwickelt. Vieles von damals kann und wird heute aber noch angewendet. So werden noch manche Kräuterverschreibungen eingenommen, welche vor mehreren hundert Jahren niedergeschrieben wurden.

Eine Besonderheit der chinesischen Medizin ist, dass die Art und Weise der Menstruation sehr genau beobachtet wurde, um Rückschlüsse auf den Körper zu bekommen.

So gelten etwa die häufigen Symptome wie ein Spannungsgefühl in der Brust oder Reizbarkeit während der Menstruation als Beeinträchtigung des ansonsten gesunden Körpers.

Die Chinesische Medizin hat aus solchen Beobachtungen heraus einen großen Erfahrungsschatz sammeln können, um auch solche Erscheinungen zu kurieren.

Ferner hatte die Behandlung von Schwangeren schon immer einen besonderen Stellenwert. So wurde die Schwangerschaftsübelkeit schon früh thematisiert und mit Akupunktur behandelt. Das gleiche gilt für eine Fehllage des Ungeborenen.