Aus der Praxis für die Praxis - Diagnoseverfahren der Chinesischen Medizin


Pulsdiagnose

Pulsdiagnose in der Praxis

Bei der Pulsdiagnose wird mit den Fingern der Puls am Handgelenk getastet und untersucht. Die unterschiedlichen Qualitäten des Pulses geben dabei Auskunft über die Vorgänge im Körper.

 

Ein normaler Puls entsteht aus dem Zusammenspiel von Qi und Blut. Qi bildet die treibende Kraft, wohingegen Blut das Blutgefäß füllt. Kommt es durch Erkrankungen zu Veränderungen am Puls zeigt sich dies an folgenden Qualitäten: Frequenz, Rhythmus, Qualität, Füllung des Gefäßes.



Zungendiagnose

Bei der Betrachtung der Zunge sind vier Aspekte besonders wichtig: Zungenform, Zungenfarbe, Zungenbelag, Zungenfeuchtigkeit.

 

Durch die genaue Betrachtung dieser Merkmale lassen sich Rückschlüsse auf den Zustand des Menschen ziehen. Die Zunge gleicht dabei einer Landkarte des menschlichen Körpers, auf der sich die Organe abbilden. Je nach Beschaffenheit der vier Aspekte kann so die körperliche Verfassung beurteilt werden.


Meridianpalpation

Leitbahnpalpation in der Praxis

Die Meridianpalpation ist ein diagnostisches Verfahren der Chinesischen Medizin. Sie wurde von dem Arzt Dr. Wang Ju-Yi erfunden und beruht auf seiner fünfzigjährigen Erfahrung als Akupunkteur.

Sein Wissen für diese Methode erwarb er durch das intensive Studium der klassischen Bücher über Chinesische Medizin und in der Arbeit mit seinen Patienten.

 

Durch das Ertasten/Palpieren von Veränderungen im Meridian ist es möglich sehr gezielt und individuell die passenden Akupunkturpunkte auszuwählen. Der Meridian umfasst dabei alle Gewebe wie Muskeln, Nerven und Gefäße im Verlauf des Meridians.

Die Veränderungen zeigen sich unter anderem in Form von Knoten im Muskel oder verhärteten Faszien. Sie dienen dabei der Diagnose und Beurteilung der Therapie. Weitere Informationen dazu: Leitbahntherapie