Chinesische Kräuterheilkunde - Naturheilverfahren


Chinesische Kräuter

Die Chinesische Kräuterheilkunde hat in China eine bis zu 2000 Jahre alte Tradition und bildet eine der fünf Säulen der Chinesischen Medizin. Es werden vorwiegend Pflanzenteile wie Wurzeln, Rinden, Blüten und Blätter verwendet. In seltenen Fällen werden aber auch Mineralien und einige Tierprodukte verwendet. Natürlich stets in Beachtung des Artenschutzes und der Patientensicherheit.

 

Ein wesentlicher Unterschied der Chinesischen Kräuterheilkunde zur westlichen Phytotherapie ist die Verwendung von Kräutermischungen. Damit können erwünschte Wirkungen gegenseitig verstärkt und unerwünschte aufgehoben oder gelindert werden.



Darreichungsformen der chinesischen Kräuter

Traditionell werden chinesische Arzneimittel in Form von Abkochungen (Dekokten) eingenommen. Die gemischten Rohdrogen werden in Wasser gekocht und als Tee getrunken. Eine genaue Beschreibung wie eine Abkochung (Dekot) hergestellt wird, finden sie hier.

Daneben gibt es auch Verabreichungen als verdünnte Extrakte, aufgelöste Granulate und Pulver sowie als Pillen.


Was sollte während der Einnahme der Kräuter beachtet werden?

Grundsätzlich bekommt jede/r PatientIn eine individuell auf ihn und seine Krankheitssituation abgestimmte Kräuterrezeptur, sowie detaillierte Anweisungen zur Zubereitung und Einnahme der verordneten, meist täglich einzunehmenden, Kräuterrezeptur. Die Art der Verabreichung ist dabei abhängig von der Schwere, Art und Dauer der Erkankung.

 

In Einzelfällen kann es nach der Einnahme der Rezeptur zu körperlichen Reaktionen kommen. In einigen Fällen wird eine Ausleitung über Stuhl oder Urin angestrebt. Dabei kann es zu vermehrtem Wasserlassen oder Stuhlgang kommen. Dies geschieht im Sinne der Therapie. Übelkeit, vermehrte Darmgeräusche und Blähungen können am Anfang der Behandlung ebenfalls auftreten. Bitte teilen Sie auftretende Nebenwirkungen stets mit.


Qualitätssicherung

Bei einer Kräuterbehandlung sind nachfolgende Termine nötig, um die Rezeptur zur Qualitätssicherung anzupassen. Die Termine sollten dabei nicht weiter als drei Wochen auseinander liegen.

 

Alle chinesischen Arzneimittel müssen in Deutschland auf Qualität und Schadstoffbelastung überprüft werden. Die pharmakologische Fachkompetenz der Apotheken kann Verunreinigungen ausschließen und gewährleistet somit immer beste Qualität sowie eine daraus resultierende, sichere Behandlungsweise.