Ausleitungsverfahren

Gua Sha

Gua Sha ist eine manuelle Behandlungsmethode der chinesischen Medizin.

  • Gua= Reibe, Pressen und Streichen
  • Sha= Ausdruck für die kleinen roten Punkte, die bei einer Anwendung auf der Haut entstehen

Wenn Gua ( Pressen und Streichen) mit gleichmäßig wiederholten Strichen auf der Haut angewendet wird, erscheint Sha in Form kleiner roter Punkte, die Petechien genannt werden. Innerhalb von Minuten verblassen die kleinen roten Punkte zu einer rötlichen Mischfarbe.

Für die Ausführung des Gua werden spezielle Instrumente aus verschiedensten Materialien verwendet.

 

Das Sha verschwindet in der Regel innerhalb von zwei bis drei Tagen nach der Behandlung. Die Farbe des Sha und die Geschwindigkeit des Verblassens können wichtige Informationen über den Zustand eines Patienten übermitteln.

Die gesundheitlichen Vorteile von Gua Sha sind zahlreich. Es löst Spasmen und Schmerzen und normalisiert die Durchblutung in den Muskeln, dem Gewebe und in den Organen, die direkt unter der behandelten Region liegen.

Gua Sha erhöht die Mikrozirkulation im Oberflächengewebe, es hemmt Entzündungen und regt die Immunabwehr an. Der Effekt ist hierbei wesenltich stärker als bei einer üblichen Massage.

Weil Gua Sha das Schwitzen nachahmt, kann es dazu beitragen, Fieber zu lösen. Gua Sha kühlt den Patienten, der sich zu warm und es wärmt den Patienten, der sich zu kalt fühlt, während es Spannung mildert.

 

Gua Sha wird häufig mit Akupunktur kombiniert bei Problemen, die alleine mit Akupunktur nicht angegangen werden können.

Schröpfen

Die Schröpfbehandlung ist kein alleiniges Verfahren der traditionellen chinesischen Medizin.

Denn auch in Europa wurde seit Jahrtausenden geschröpft. So gab es schon in Griechenland einen Gott des Schröpfen - Thelesphorus.

 

In der Praxis wird auschließlich das sogenannte "trockene Schröpfen" angewandt. Hierbei wird über speziellen Punkten mit Hilfe eines Schröpfglases ein Reiz gesetzt. 

Die Reizwirkung entsteht durch die Saugwirkung des Schröpfkopfes und die dadurch enstehende verbesserte Durchlutung des Gewebes.

 

Dieser Reiz setzt sich über die segmentalen Nerven und den kutiviszeralen Reflex weiter fort. Ferner werden durch die Freisetzung von schmerzlindernden, körpereigenen Stoffen Schmerzen gelindert und der Stoffwechsel verbessert.

 

Neben dem Einsatz bei Schmerzzuständen am Rücken, wie eine Lumboischialgie, kann das Schröpfen auch als Massage eingesetzt werden. Hierbei werden die Schröpfgläser nicht punktuell eingesetzt sondern über den eingeölten Rücken bewegt.

Je nach verwendetem Öl kann die Wirkung modifiziert werden und die enstehenden Entspannung gefördert werden.