Koffein reduziert die Wirkung einer Schmerzbehandlung mit Akupunktur


Eine aktuelle Studie der University of Rochester legt nahe, dass die schmerzlindernde Wirkung der Akupunktur wesentlich durch den Koffeingehalt im Blut beeinflusst wird.

Im Studienaufbau wurden Mäuse mit Wasser und unterschiedlichen hohen Koffeinlösungen versorgt. Zeitglich wurde die Schmerzsensitivität der Adenosin A1 Rezeptoren, bei akuten und chronischen Schmerzen, gemessen. Die Rezeptoren sind wesentlich für die schmerzlindernde Wirkung der Akupunktur verantwortlich. Es folgte eine Akupunktur am Unterschenkel.

Anschließend wurde die Veränderung der Schmerzsensitivität beider Gruppen (Wasser/Koffein) bestimmt und verglichen.Die Ergebnisse sind sehr erstaunlich. Koffein verringert die Wirkung der Akupunktur durch eine Blockierung der Adenosin A1 Rezeptoren. Zum Glück nicht für immer. Sinkt der Koffeinspiegel im Blut, steigt gleichzeitig die schmerzlindernde Wirkung der Akupunktur.


Um die Placebowirkung auszuschließen wurde die Studie an Tieren durchgeführt. Ferner wurden in der Studie Verum- Akupunktur („Echte“ Akupunktur) und Sham- Akupuktur („Schein“ Akupunktur) verglichen. Im Vergleich war hierbei die Verum- Akupunktur, der Sham-Akupunktur wesenlich überlegen.


Was lernen wir daraus?


Zumindest vor einer Akupunkturbehandlung sollte auf Koffein verzichtet werden - am besten für 24 Stunden.


Download
Studie zu der Wechselwirkung zwischen Koffein und Akupunktur
Zusammenfassung einer Studie der Universität Rochester über Koffein und Akupunktur
Koffein und Akupunktur.pdf
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Die Studienergebnisse können auf Englisch unter folgenden Link nachgelesen werden:
https://www.nature.com/articles/s41598-017-03542-x